エキシビション
2005/08/21 - 2005/11/27
Neues Museum Weserburg, Bremen
Koproduktion mit dem MACBA (Museu d'Art Contemporani de Barcelona)
Sound Art, Bremen
Sound Art Bremen
Das Ausstellungprojekt präsentiert auf besonders vielfältige Art die grenzüberschreitenden Aktivitäten, die im Bereich von Kunst, Musik, Literatur und Film seit den 60er Jahren stattfinden. Das Erleben der Sound Art wird über die zentrale Ausstellung "Vinyl – Records and Covers by Artists" hinaus mit 5 Ausstellungsmodulen intensiviert: Konzerte, ein Radioprogramm, eine internationale Tagung, ein Kunstmarkt zur Sound Art sowie eine Filmwoche machen die Klangwelt der bildenden Künstler hörbar und erfahrbar. Andy Warhol, Ernst Jandl, Yves Klein, Kurt Schwitters, Richard Hamilton, Keith Haring, Gottfried Helnwein, Laurie Anderson, Sol LeWitt, Raymond Pettibon.
Ausstellungsprojekt zur Sound Art
21.08.–27.11.2005
Projektleitung: Dr. Anne Thurmann-Jajes
Katalog:
Der Katalog -> enthält eine komplette Diskographie und Abbildungen aller ausgestellten Werke sowie ein Glossarium und eine Bibliographie; in Kooproduktion mit dem MACBA, Barcelona. Preis: EUR 26,00
* Vinyl – Records and Covers by Artists
Mit über 800 Künstlerschallplatten und weiteren Tonträgern präsentiert die Ausstellung die visuellen und klanglichen Facetten eines einzigartigen Mediums der Bildenden Kunst. Alle bedeutenden Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts sind vertreten, von den frühen Avantgardebewegungen über die Hauptphase der Sound Art in den 60er und 70er Jahren bis hin zu aktuellen Tendenzen.
Der Österreicher Gottfried Helnwein kann seine Bilder nur malen, wenn die Rolling Stones im Hintergrund dröhnen. Joseph Beuys braucht das Medium Musik, um seine Anti-Pershing-Reagan-Poesie loszuwerden. Kunst und Musik sind eng verschränkt, Künstler und Musiker verstehen sich. Das Ausstellungsprojekt ”Sound Art“ widmet sich diesen Verzahnungen zwischen Kunst, Musik und Literatur. Fünf verschiedene Bereiche gibt es: Eine Ausstellung zeigt sowohl Platten, die von Künstlern eingespielt wurden (und bietet sie zum Anhören an), sowie Plattencover, die von Künstlern gestaltet wurden. Da versammeln sich Namen wie Andy Warhol, Ernst Jandl, Yves Klein, Kurt Schwitters, Richard Hamilton, Keith Haring, Gottfried Helnwein, Laurie Anderson, Sol LeWitt oder Raymond Pettibon.

Die Ausstellung ist ein Projekt in Koproduktion mit dem MACBA (Museu d'Art Contemporani de Barcelona) und wird vom 16. Mai bis 1. Oktober 2006 im MACBA gezeigt.
* Konzerte

Die Konzerte bewegen sich im Bereich der Aktion oder Performance, der Lesung oder Darbietung von Lautpoesie, der Aufführung oder des Live-Konzerts bedeutender und jüngerer KünstlerInnen und Künstlergruppen.
Da ein großer Teil der Sound Art die Aufführung impliziert oder aus Konzertmitschnitten besteht, soll mit diesen Konzerten auf die Entstehungszusammenhänge der Klangkunst und die konzeptionelle Verbindung von Kunst, Musik und Literatur verwiesen werden. Mit ca. 14 Konzerten wird so ein repräsentativer Querschnitt durch die Sound Art gegeben.
* Sound Art Cinema
Filmwoche im Kino 46 (2.–6.11.2005)
Film war nie stumm. Vor der Erfindung des Tonfilms wurden die frühen Werke durch live gespielte Musik interpretiert, eine heute fast vergessene Kunst. Im populären Hollywoodfilm haben Ton und Musik zumeist dienende Funktion. In den letzten dreißig Jahren wurde der Sound durch verbesserte Aufnahme- und Wiedergabesysteme immer wichtiger bei der Filmgestaltung. Die Sounddesigner der Gegenwart schaffen akustische Werke, die der Bildwelt eigenständig gegenübertreten. Unter den Filmregisseuren waren immer auch Einzelgänger, die wie Francis Coppola für ihre Werke herausragende Soundtracks austüftelten. Von Anbeginn des Bewegmediums Film arbeiteten auch grenzgängerische Künstler aus der Bildenden Kunst und der Musik zumeist experimentell mit Film. Bis hin in die populären Bereiche der Musikclips reichen die Einflüsse der Avantgardisten. Die Filmreihe gibt Einblick in die Vielfalt des Sound Art Cinema.
* Sound Art – Zwischen Avantgarde und Popkultur

Internationale Tagung (30.9.–2.10.2005)
Die Tagung zielt einerseits auf die wissenschaftliche Aufarbeitung eines bisher vernachlässigten Forschungsbereiches zwischen Kunst und Musik ab, andererseits soll ein Austausch zwischen Kunst- und Musikwissenschaftlern, Radioexperten, Verlegern und Künstlern stattfinden. Mit dieser Tagung sollen neue Wege der interdisziplinären Forschung beschritten werden und neue Themen
oder Fragestellungen über die medialen Bedingungen der Sound Art aufgegriffen werden. So steht z. B. die historische Einordnung der Sound Art seit den 60er Jahren in die Geschichte der russischen Avantgarde noch aus, selbst deren Ursprünge am Anfang des 20. Jahrhunderts harren ihrer Bearbeitung.
* Kunstmarkt zur Sound Art

(30.9.–2.10.2005)
Schallplatten und kleine Objekte oder Multiples waren als veröffentlichte Kunstwerke zu einem erschwinglichen Preis zu erwerben. Es gibt europaweit einige wenige Händler, die sich auf Schallplatten der Sound Art spezialisiert haben. Zum Kunstmarkt werden europaweit Verleger und Antiquariate eingeladen, die ihr Sortiment vorstellen und zum Verkauf anbieten. Den Besuchern wird so lebhaft vor Augen geführt, dass es eines der Ziele der Sound Art war, Kunst und Leben miteinander zu verbinden. Für drei Tage soll es also zu einer authentischen Erweiterung und Ergänzung der Ausstellung kommen.
Das Ausstellungsprojekt zur Sound Art wird von der Kulturstiftung des Bundes gefördert. Die Ausstellung wird vom Studienzentrum für Künstlerpublikationen / ASPC im Neuen Museum Weserburg Bremen in Kooperation mit dem Museu d’Art Contemporani de Barcelona (MACBA) produziert.
Zur Ausstellung erscheint ein durchgängig illustrierter Katalog, ca. 250 Seiten mit einer kompletten Diskographie und zur Tagung eine Dokumentation aller Beiträge.
Ansprechpartner:
Projektleitung:
Dr. Anne Thurmann-Jajes aspc@nmwb.de
Leiterin des Studienzentrums für Künstlerpublikationen / ASPC
Kurator der Ausstellung:
Guy Schraenen, Paris aspc@nmwb.de
Kuratoren-Assistenz:
Bettina Brach, Bremen brach@nmwb.de
Kuratorin der Ausstellungsmodule:
Dr. Anne Thurmann-Jajes aspc@nmwb.de
Team Ausstellungsmodule:
Cordelia Marten, Sebastian Molitor, Jan Sauerwald, Tania Müller
Mitarbeit:
Maike Aden, Rudi Bauchhenß, Hartmut Danklef, Renate Gieretz




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