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2013/12/19
Salzburger Nachrichten
Kultur
Albertina-2014
Albertina 2014
Die größte Überraschung sei die Gottfried-Helnwein-Retrospektive gewesen, die sich mit 240.000 Besuchern als beste zeitgenössische Schau des Hauses positionieren konnte. Direktor Schröder: "Das war für ihn eine fulminante Rückkehr auf dem mitteleuropäischen Parkett."
Vier große Ausstellungen plant die Albertina im kommenden Jahr: Mit "Zwischen Dürer und Napoleon" widmet man sich der Geschichte der Sammlung und ihres Gründers.
"Blow-Up" thematisiert den Einfluss von Antonionis Filmklassiker auf die Fotografie. Dazu kommen im Herbst eine Arnulf Rainer-Retrospektive und eine Personale des katalanischen Künstlers Joan Miro.
Es ist 2014 auch schon wieder 238 Jahre her, dass die Albertina gegründet wurde. Ganz ohne runden Geburtstag widmet man sich ab 14. März der wechselvollen Lebensgeschichte von Herzog Albert von Sachsen Teschen und der von ihm 1776 gegründeten Sammlung. "Es ist eine Ausstellung, die das Zeitalter der Aufklärung ebenso beinhaltet wie die amerikanische Unabhängigkeitserklärung, eine Ausstellung, die einen Einblick in die Lichtjahre der österreichischen Geschichte bietet", so Schröder. Dabei werden mit Dokumenten und Bildern, aber auch mit Schmuck, Silber und Edelsteinen Persönlichkeit und Lebensstil des Herzogs abgebildet, aber auch 200 Hauptwerke der Sammlung aus dem Depot geholt. "Zum ersten Mal seit zehn Jahren zeigen wir auch wieder den 'Feldhasen' neben den 'Betenden Händen' und dem 'Großen Rasenstück'."
Michelangelo Antonionis 1966 entstandener "Blow-Up" sei "ein Film, der nicht nur Filmgeschichte, sondern auch Kunstgeschichte geschrieben hat", meint Schröder. Eine Ausstellung soll ab 10. Mai in neun Kapiteln "den Einfluss des Films auf die Geschichte der Fotografie" zeigen. Den 85. Geburtstag von Arnulf Rainer am 8. Dezember 2014 begeht man bereits ab 3. September mit einer umfassenden Retrospektive, ab 12. September zeigt man zudem rund 100 Gemälde, Zeichnungen und Objekte von Joan Miro (1893-1983).

Dazu kommen kleinere Ausstellungen, die sich den Zeichnungen und Aquarellen des US-Künstlers Eric Fischl ("Friends, Lovers and other Constellations", ab 13.2.) bzw. Zeichnungen, Kartons und Gemälden seines Kollegen Alex Katz (ab 28.5.) widmen. Katz habe dem Museum kürzlich erneut eine große Schenkung von rund 60 Werken überlassen und zähle neben Baselitz, Rainer oder Maria Lassnig zu jenen Künstlern, deren Werk kontinuierlich betreut und gesammelt werde. "Es wäre absurd, falsch und eines Museums unwürdig, diese Künstler nicht immer wieder zu zeigen", verteidigte Schröder seine Ausstellungspolitik gegen Vorwürfe der Wiederholung: "Wir machen keine Feuerwerke!"

Vorbereitet wird außerdem eine Ausstellung mit kleinen Steinskulpturen und Zeichnungen von Karl Prantl (1923-2010). In den Prunksälen wird sich eine Schau dem berühmten Köchelverzeichnis widmen, das von Ludwig von Köchel in den Räumen des Albertina-Palais erstellt wurde und die Werke von Wolfgang Amadeus Mozart erfasst.





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