新着情報
2016/02/07
Kurier
Claudia Stelzel-Pröll
Die "Kunstwerke der Linzerinnen und Linzer" neu positioniert
In Kollaboration zwischen Künstlern und Kuratoren wurde die Sammlung im Linzer Lentos neu gehängt. Kreativ, schlüssig und mutig.
Neben den großen Klassikern der Sammlung – etwa "Marilyn" von Andy Warhol oder Marilyn Manson, von Gottfried Helnwein als Mickey Mouse inszeniert, – bleibt auch Platz für Vergrabenes, Lineares, Geometrisches, noch nie Gesehenes und Zeitgenössisches.

Als komplexe Sache und als Bekenntnisse der Museumsarbeit. So beschrieb Direktorin Stella Rollig die neue Ausstellung "Die Sammlung. Klassiker, Entdeckungen und neue Positionen" beim Presserundgang. Etwa alle drei Jahre wird die Schau, die sich rein aus Werken der Sammlung zusammensetzt, neu präsentiert. Vizebürgermeister und Kulturreferent Bernhard Baier hofft auf einen Anreiz, "dass sich die Linzerinnen und Linzer ihre Kunstwerke ansehen. Weil genau darum geht es hier."

1700 Gemälde und Skulpturen, rund 13.500 Grafiken und 1300 Beispiele künstlerischer Fotografie – der Fundus ist riesig, ebenso die Herausforderung an die Kuratoren, daraus eine stimmige Schau mit Breitenwirkung, Detailverliebtheit und einem Blick für das Besondere zu schaffen. In Zusammenarbeit mit den Künstlern Özlem Altin, Verena Dengler, Hans Kupelwieser und dem Künstlerkollektiv ekw14,90 entstand ein spannender Rundgang mit in sich schlüssigen Räumen und Exponaten in allen Stil- und Geschmacksrichtungen.


Marilyn und Manson

Den Beginn machen Wolfgang Gurlitt und seine Freunde, ein mitunter problematisches Erbe: Zu sehen sind auch zwei Bilder, die vom Lentos bereits restituiert wurden und nun im Zuge der Schau wieder zu sehen sind. Neben den großen Klassikern der Sammlung – etwa "Marilyn" von Andy Warhol oder Marilyn Manson, von Gottfried Helnwein als Mickey Mouse inszeniert, – bleibt auch Platz für Vergrabenes, Lineares, Geometrisches, noch nie Gesehenes und Zeitgenössisches. Für große und unbekannte Namen gleichermaßen. Nicht zu vergessen, der virtuelle, vierte Raum. An zwölf W-Lan-Hotspots verstecken sich verschiedene Zugänge zu einzelnen Kunstwerken: technische Spielereien und Tüfteleien, die es erlauben, mit Smartphone oder Tablet in der Hand durch die Sammlung zu pilgern.

Besonderheit: der von Katja Seifert grafisch wunderbar gestaltete Ausstellungsbegleiter für Kinder ab vier Jahren, "Loreen spielt mit der Zeit". Eine kleine Schildkröte führt junge Kunstfans geschickt und mit viel Witz durch das Lentos.

INFO: Di. bis So. 10 bis 18 Uhr, Do. 10 bis 21 Uhr, Mo. zu, Eintritt 8 Euro, www.lentos.at





トップに戻る