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10. 5月 2000
Die Welt
Kläre Warnecke
STRAWINSKYS WÜSTLING IN FLIMMS UND HELNWEINS HAND
Strawinskys Wüstlings-Oper "The Rake's Progress", die Ingo Metzmacher am 10. Juni 2001 gemeinsam mit Jürgen Flimm auf die Bühne hebt.
Als Bühnen- und Kostümbildner fungiert kein anderer als Gottfried Helnwein. Nach Jörg Immendorfs spektakulärer Salzburger Festspiel-Version eine neue, aufreizende Künstler-Attacke auf das Werk. |
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DIE PREMIERE VON STRAWINSKYS"THE RAKE'S PROGRESS
Doris Banuscher
Die Welt | 20.Jun.2001 Lang anhaltender Applaus, Bravorufe, nicht ein einziges Buh ertönte. Die Premiere von Strawinskys"The Rake's Progress" in der Inszenierung von Jürgen Flimm an der Hamburgischen Staatsoper fand eine tolle Resonanz beim Publikum . Musikalischer Leiter war Ingo Metzmacher und der international bekannte Künstler Gottfried Helnwein begeisterte mit seiner Ausstattung. |
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ZIEHENDE WOLKEN
Götz Thieme
Stuttgarter Zeitung | 16.Jun.2001 Flimm gewann für Bühne und Kostüme Gottfried Helnwein, der angeblich notorisch Drastik und Provokation sucht, zunächst aber ein ingeniöser Bildmacher ist. ein Maler, Grafiker und Fotograf. Das verbindet ihn mit William Hogarth, dem englischen Kupferstecher, dessen Bilderzyklen Strawinsky zur Oper inspirierten. Doch 250 Jahre später setzt Helnwein nicht bei Hogarth und seiner realistisch genauen Darstellung der Londoner Casinos, Lusthöllen und Irrenhäuser an. Helnwein arrangiert eine magische Zeitlosigkeit durch präzise Rekostruktion konkreter Stile und zugleich fantasiegeborener Kreationen. Selten erlebte man die plastische Wirkungskraft von Kostümen so intensiv wie in Helnweins schiefem, nach rechts sich neigendem Kubusraum, in den zur Linken drei Türen eingelassen sind und dessen hellweisse Flächen immer wieder Bildprojektionen dienen, Kostüme und Bilder sind von ausgesuchtem Antipsychologismus, von entwaffnend stereotyper Symbolik, so wie Audens und Kallmans Text, wie Strawinskys Musik. |
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DROLLIGE SCHURKEN
Hans Berndt
Handelsblatt | 15.Jun.2001 Leicht, doch keineswegs zu leicht genommen haben Flimm, Helnwein und Metzmacher das dreistündige Moralmärchen des Igor Strawinsky. Die hanseatischen Opernfreunde, enttäuscht von mehreren Regie-Fehlgriffen, jubeln diesmal unbeschwert. Einen Jux machen wollen sich die Herren Helnwein und Flimm. Das gelingt ihnen. Absurd komisch gerät Toms Eheschließung mit Baba, dem vollbärtigen Zugstar vom Rummelplatz, grotesk die Versteigerung seiner Habe nach der geplatzten Luftnummer am Aktienmarkt. Leichte Regiehand lenkt selbst das Kartenspiel mit Teufel Nick, bei dem der Taugenichts sein Leben gewinnt, aber den Verstand verliert. In Zeitlupentempo bricht zwar die Irrenhauswand über Tom und Anne zusammen. Doch die Epilog-Moral tönt wieder versöhnlich. |
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DER WÜSTE LEBT
- Kleines Welttheater: Strawinskys Oper "The Rake's Progress" in Hamburg, illustriert von Helnwein. -
Sybille Mahlke Der Tagesspiegel | 13.Jun.2001 Die Regie Jürgen Flimms fügt sich triftig in den Dialog zwischen kammermusikalischem Orchesterklang und Bühnenbild , weil Helnwein die Erzählung leitet. Fern vom schweren Musikdrama,nimmt die Inszinierung die Stilexkursionen Strawinskys und Audens auf, wenn im Bordell Rokoko-Damen auf Glatzköpfe in gepolstertem Blouson-Look treffen und die Chefin Mutter Goose ostinat auf dem Teufel reitet. In Helnweins Bildergeschichte macht sie ihrem Namen Ehre mit einem Donald Duck auf dem Kopf. |
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BEFREIUNG INS SCHWARZE NICHTS
- Aus dem Reich der Verstümmelten und der bandagierten Köpfe: Strawinskys "Rake's Progress" an der Hamburgischen Staatsoper. -
Julia Spinola Frankfurter Allgemeine Zeitung | 12.Jun.2001 Das Eindringen des Horrors in den Alltag hat wohl kaum jemand so beklemmend dargestellt wie der österreichische Künstler Gottfried Helnwein. Auf seinen Bildern nimmt die Gewalt derart Besitz von der Normalität, dass sie zum alles vergiftenden Elixier des Grauens wird. Viele seiner Gemälde, Plakate, Fotografien und Federzeichnungen zeigen Versehrung und Verstümmlung von Menschen, klinische Folterszenen, brutalisierten Kindern mit apathischen Blick, mit verbundenen Köpfen und Händen, oder mit ausradierten Gesichtern. Dennoch schockiert nicht die Inhalte allein: So umfassend scheint vielmehr Helnweins Perspektive auf das Leben vom Gefühl der Qual durchtränkt, dass selbst motivisch harmlosen Porträts, von John F. Kennedy oder Mick Jagger |
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FLIMMS "RAKE" - EFFEKTVOLLES ENTERTAINMENT
jomi
Hamburger Abendblatt | 11.Jun.2001 Gottfried Helnweins Bühne - ein schlichter Schaukasten, durch fantasievolle Videoprojektionen der wichtigste und cleverste Stichwortgeber des Abends - |
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| 10. 5月 2000 | Die Welt | Kläre Warnecke | |
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