01. 12月 1980
Crying for the moon... immer hast du ihn haben wollen. Zuerst einfach so, als blanke Münze, konvertierbar in deine samtfarbenen Zwangssehnsüchte, als Kleingeld für die Überfahrt in die von den Emigranten der Nacht gelobten Länder, als leuchtender Kiesel - Wegweiser durch die Styxe des Amüsiergewerbes.
Den Mond wolltest du, weil du die Erde nicht in den Arm nehmen konntest, den Mond, weil sein Licht dir den Blick in die Höhe trieb, der der Sonne nur blinzelnd entgegenzwinkerte, den Mond, der für die meisten ein Gefühl ist, mit dem keiner weltmäßig leben kann.
Mondsüchtig wie Pierrot und doch den Gaffern zugewandt, deren Sympathie sich an deiner trauernden Weiße bricht. Der rote Punkt an deiner Nase ist das Stoppzeichen für all die Aberwitze, die dein Gegenspieler August dir ums Maul streicht. Natürlich bist du prächtig gekleidet und du weißt, was du deiner entrückten Seinsweise an lasziver Grandezza schuldig bist, um nicht nur ins Auge zu fallen, sondern darin zu bleiben, als zur Eisblume verwandelter Splitter, der Stachel der Sehnsucht nach einer Welt, aus der du zu uns kommen scheinst, die du aber nicht verkörperst.
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